Über uns

Selbst­ver­ständ­nis des Of­fe­nen An­ti­fa Plenums Halle (Saale):

Das Offene Antifaplenum Halle (OAP) versteht sich als Anlaufpunkt für antifaschistisch interessierte Menschen, die Lust auf Vernetzung haben und selbst politisch aktiv werden möchten. Wir arbeiten dabei vor allem lokal, aber auch regional und überregional. Als offene Gruppe arbeiten wir mit allen Menschen zusammen, die mit uns das Ziel teilen, linksradikale Theorie und Praxis in die Öffentlichkeit zu tragen.

Was wir als links­ra­di­kal er­ach­ten, sind Ideen und Ak­tio­nen, die eine mög­lichst große Frei­heit für alle Menschen ein­for­dern. Und das un­ab­hän­gig von sozialen Kategorien wie Her­kunft, Hautfarbe, Glau­ben, Leis­tun­gen in Schu­le und Beruf, Ge­schlecht oder an­de­ren Merk­ma­len, die mo­men­tan dazu führen, dass Men­schen dis­kri­mi­nie­rt und in ihrer Frei­heit ein­ge­schrän­kt werden. Ausgrenzungsmechanismen sehen wir nicht als naturgegeben oder individuell an, sondern als Ergebnis gesellschaftlicher Strukturen, die wir erkennen und ablehnen. Gleichzeitig wissen wir, dass die wegen dieser Eigenschaften ausgegrenzten Personen nicht die „besseren“ Menschen sind.

Wir denken, dass Kritik keine Sprecher_innenposition hat, sondern für sich steht. Wir wollen Positionen und Meinungen nicht danach beurteilen, wer sie vertritt, sondern danach, wie vernünftig und emanzipatorisch sie sind. Identitätspolitik, Ideo­lo­gi­en und Vor­ur­tei­le, die die Welt ver­ein­facht dar­stel­len und sim­ple Freund-​Feind-​Sche­ma­ta er­schaf­fen, wer­den bei uns deshalb auf wenig Zu­spruch sto­ßen.

Ebenso lehnen wir eine Kritik des Kapitalismus ab, die einzelne Akteur_innen der politischen Ökonomie als Personifizierung des Problems sieht, statt Kapitalismus als eine entmenschlichende Ausbeutungsstruktur zu begreifen. Auch sind wir der Meinung, dass personalisierende Kritik am Kapitalismus strukturell antisemitisch ist.

Wir solidarisieren uns mit dem Staat Israel als Garant jüdischer Selbstbestimmung in einer antisemitischen Welt, als Konsequenz aus den deutschen Verbrechen während des Nationalsozialismus und wegen der aktuellen antisemitischen Bedrohungen vor allem von islamistischer Seite.

In unserem Fokus als Antifaschist_innen soll das Individuum und seine Emanzipation stehen. Deshalb ist es unser Ziel, die Zurichtung des Einzelnen durch die kapitalistische Verwertungslogik, das Patriarchat und Zwangskollektive wie Volk und Nation zu analysieren und zu be­sei­ti­gen.

Offenes Antifa Plenum 28.11.2018

Wenn du dich auf dieser Grundlage vernetzen möchtest, dann komm gern mittwochs 18 Uhr in der Reil78 vor­bei!

Für mehr Infos checkt unsere FB-Page und www.reil78.de

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